Cleanup an der Limmat: Rund 2,5 Tonnen Abfall aus dem Fluss geborgen

Über 60 TaucherInnen und LandhelferInnen, strahlender Sonnenschein, Temperaturen von weit über 30 Grad und am Ende rund 2,5 Tonnen geborgener Abfall: Unser Cleanup an der Limmat in Oetwil an der Limmat war ein Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Früh am Morgen begann der Aufbau

Denn obwohl wir bereits vor zwei Jahren an diesem Flussabschnitt im Einsatz waren und damals schon sehr viel Abfall geborgen hatten, hätten wir nicht gedacht, dass wir erneut auf solche Mengen stossen würden.

Schon früh am Morgen trafen die ersten HelferInnen direkt an der Limmat ein. Es gab einiges vorzubereiten: Zelte wurden aufgestellt, Tische und Bänke bereitgestellt, die Küche eingerichtet und das Equipment für die TaucherInnen vorbereitet.

Auch für die nötige Infrastruktur war gesorgt. Auf dem Platz stand bereits ein gesponsertes Toi-Toi bereit, und ein grosser Container der Tommen Group wartete darauf, mit unseren Fundstücken gefüllt zu werden.

Nach dem Eintreffen aller Teilnehmenden begrüsste Stefan die Gruppe und führte durch das gemeinsame Briefing. Der zu reinigende Flussabschnitt wurde in drei Bereiche aufgeteilt, damit die verschiedenen Taucher-Teams gezielt eingesetzt werden konnten.

Natürlich durfte auch ein gemeinsames Gruppenfoto nicht fehlen. Zudem richtete die Gemeindepräsidentin Rahel von Planta von Oetwil an der Limmat einige Worte an die Teilnehmenden und würdigte den Einsatz aller Helferinnen und Helfer. Die Gemeinde Oettwil an der Limmat war der Hauptsponsor mit der Divezone als Nebensponsor des Anlasses.

Mit Booten zu den verschiedenen Flussabschnitten

Nach dem allgemeinen Briefing erhielten die Bootsführer nochmals separate Instruktionen. Unterstützt wurden wir dabei vom Ruderclub Baden, von der Feuerwehr Dietikon mit ihrem Booten sowie vom EWZ Zürich.

Gegen 10 Uhr ging es dann endlich los. Die ersten Taucher-Teams stiegen in die Boote und wurden zu ihren jeweiligen Einsatzorten entlang der Limmat gebracht.

Während die Taucherinnen und Taucher unter Wasser nach Abfall suchten, ging auch an Land die Arbeit weiter. Die Landhelferinnen und Landhelfer bereiteten das Mittagessen vor, stellten weitere Tische und Bänke bereit und sorgten dafür, dass nach dem Tauchgang alles für die hungrigen Teilnehmenden bereitstand.

Eine weitere Gruppe machte sich zu Fuss auf den Weg entlang des Flusses und sammelte dort Abfall ein. Denn leider findet sich nicht nur unter Wasser einiges, was dort definitiv nicht hingehört.

Die Limmatwelle (Zeitung) war mit vor Ort und hat miterlebt, was genau die Abfalltaucher in ihrer Freizeit für die Natur machen. Danke für das dabei sein und den Bericht.

Die ersten Boote kehrten beladen zurück

Gegen 11.30 Uhr kamen die ersten Boote zurück. Grosse Gummireifen, Flaschen und zahlreiche weitere Fundstücke wurden aus der Limmat geborgen. Nach und nach kehrten auch die anderen Boote zurück, und schon bald zeigte sich, wie viel Abfall allein an diesem Vormittag aus dem Fluss geholt worden war.

Es ist jedes Mal wieder erstaunlich und gleichzeitig erschreckend, was sich in unseren Gewässern alles findet.

Stärkung für die zweite Runde

Nach dem intensiven Vormittag hatten sich alle eine Pause verdient. Bei einem feinen Mittagessen mit verschiedenen Beilagen, einer grossen Auswahl an Salaten und natürlich einem Dessert konnten sich Taucherinnen, Taucher und Landhelferinnen und Landhelfer stärken.

Es wurde gegessen, erzählt, gelacht und natürlich über die bisherigen Funde gesprochen.

Doch lange ausruhen war nicht angesagt. Ab etwa 13 Uhr machten sich die ersten Teams erneut auf den Weg ins kühle Nass. Und das war bei Temperaturen von weit über 30 Grad durchaus eine willkommene Abkühlung.

Zum Glück konnten wir den Wasseranschluss von dem Kindergarten Oettwil nutzen, denn der Durst durch die Hitze war sehr hoch.

Riesige Pneus, alte Nähmaschinen und unglaublich viel Abfall

Am Nachmittag konzentrierten sich die meisten Teams auf den unteren Flussabschnitt. Dort war bereits zuvor besonders viel Abfall gesichtet worden.

Und tatsächlich: Was die TaucherInnen dort fanden, übertraf unsere Erwartungen.

Weitere Pneus, Einkaufswagen, alte Nähmaschinen und unzählige weitere Gegenstände kamen zum Vorschein. Es war kaum zu glauben, wie viel Abfall sich in diesem Abschnitt der Limmat angesammelt hatte.

Besonders erstaunlich war dies für uns, weil wir bereits vor zwei Jahren genau hier einen grossen Cleanup durchgeführt und damals ebenfalls sehr viel Abfall aus dem Fluss geholt hatten. Dass wir nun erneut auf solche Mengen stiessen, hätten wir nicht erwartet.

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Mehr Informationen
Danke an Conny für das genaile Video. Abfall und Wels.

Viele Hände für die richtig schweren Fundstücke

Bei einem solchen Cleanup sind nicht nur die Taucherinnen und Taucher entscheidend. Ohne die vielen helfenden Hände an Land und auf den Booten wäre es unmöglich, die schweren Fundstücke sicher aus dem Wasser und an Land zu bringen.

Auch das Team von Sea Shepherd unterstützte uns tatkräftig und half dabei, die schweren Gegenstände von den Booten zu holen und zum Sammelplatz beziehungsweise zum Container zu transportieren.

Die Begeisterung bei den allen Teilnehmenden war gross. Trotz der anstrengenden Arbeit war die Motivation bis zum Schluss spürbar.

Das Wasser war angenehm warm, die Sicht sehr gut und die Funde zahlreich. So waren einige Tauchenden kaum aus dem Wasser zu bekommen.

Rund 2,5 Tonnen Abfall aus der Limmat geborgen

Gegen 15.30 Uhr kamen schliesslich die letzten TaucherInnen aus dem Wasser. Doch damit war die Arbeit noch nicht ganz beendet.

Das Equipment wurde abgespritzt und mit dem Hochdruckreiniger gesäubert, alles sorgfältig zusammengeräumt und wieder verstaut. Zelte, Tische und Bänke wurden abgebaut und der Platz aufgeräumt.

Darunter waren zahlreiche besonders grosse und schwere Gegenstände. Ein Ergebnis, das uns stolz macht, uns aber gleichzeitig auch nachdenklich stimmt. Denn all diese Dinge lagen in einem Fluss, in einem wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Ohne euch wäre das nicht möglich

Ein Cleanup dieser Grösse funktioniert nur, wenn viele Menschen gemeinsam anpacken. Taucherinnen und Taucher unter Wasser, Bootsführer auf dem Fluss, Landhelferinnen und Landhelfer am Ufer sowie zahlreiche Organisationen, Unternehmen und Sponsoren im Hintergrund.

Unser herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen Tag möglich gemacht haben. Ihr habt geschleppt, gekocht, organisiert, Boote gesteuert, Abfall gesammelt, schwere Fundstücke geborgen, Equipment gereinigt und bei über 30 Grad bis zum Schluss mit angepackt.

Herzlichen Dank an unsere Helferinnen, Helfer und Sponsoren

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